FANDOM


Entdeckt auf Pottermore in Harry Potter und der Stein der Weisen (Kapitel 2, Moment 1)

Allgemeines Bearbeiten

Vernon und Petunia Dursley sind Harry Potters Onkel und Tante. Vernon, ein wohlbeleibter, kräftiger Mann mit einem Schnurrbart und einem sehr kurzen Hals, ist Direktor einer Bohrmaschinenfirma. Petunia ist eine dünne, blonde Frau mit einem langen Hals, die gerne Klatsch verbreitet. Die beiden verachten alles, was aus dem Rahmen des Üblichen fällt. Vernon und Petunia haben den verwaisten Harry bei sich aufgenommen, vernachlässigen ihn aber schrecklich.

Neu von J.K. Rowling Bearbeiten

Harrys Tante und Onkel lernten sich bei der Arbeit kennen. Petunia Evans, auf Dauer verbittert, weil ihre Eltern ihre Schwester, die Hexe, offenbar mehr schätzten als sie, kehrte Cokeworth für immer den Rücken und belegte einen Schreibmaschinenkurs in London. Dies brachte ihr eine Stelle in einem Büro ein, wo sie den ausgesprochen unmagischen, vorurteilsbeladenen und materialistischen Vernon Dursley kennenlernte. Feist und halslos, wie er war, wirkte dieser Nachwuchsmanager auf die junge Petunia wie ein Vorbild an Männlichkeit. Er erwiderte nicht nur ihr romantisches Interesse, sondern war herrlich normal. Er besaß ein vollkommen passendes Auto und wollte vollkommen gewöhnliche Dinge tun, und nach einigen langweiligen Verabredungen mit ihm, bei denen er vor allem über sich selbst und seine absehbaren Gedanken über das Weltgeschehen geredet hatte, träumte Petunia von dem Moment, da er ihr einen Ring über den Finger streifen würde. Als Vernon Dursley ihr dann zur rechten Zeit die Heirat antrug, sehr korrekt auf einem Knie im Wohnzimmer seiner Mutter, willigte Petunia sofort ein. Es gab nur ein Haar in ihrer köstlichen Suppe, und das war die Angst davor, was ihr neuer Verlobter von ihrer Schwester halten würde, die inzwischen ihr letztes Jahr an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei absolvierte. Vernon war imstande, sogar Leute zu verachten, die braune Schuhe zu schwarzen Anzügen trugen; was er von einer jungen Frau denken würde, die die meiste Zeit in langen Umhängen herumlief und zauberte, wollte sich Petunia lieber nicht ausmalen. Sie beichtete ihm die Wahrheit im Verlauf einer tränenreichen Verabredung, als sie nach dem Kino in Vernons dunklem Auto saßen, mit Blick auf die Pommesbude, an der er ihnen gerade einen Imbiss gekauft hatte. Wie Petunia erwartet hatte, war Vernon schwer entsetzt; allerdings verkündete er Petunia feierlich, er würde es ihr niemals zum Vorwurf machen, dass sie eine Missgeburt zur Schwester habe, und Petunia warf sich so inbrünstig dankbar auf ihn, dass er seine ramponierte Wurst fallen ließ.                                                            

Das erste Treffen zwischen Lily, ihrem Freund James Potter und dem verlobten Paar verlief miserabel, und von da an ging es nur noch bergab mit ihrem Verhältnis. James fand Vernon zum Lachen und machte den Fehler, dies zu zeigen. Vernon versuchte James von oben herab zu behandeln und fragte ihn, welches Auto er fahre. James beschrieb seinen Rennbesen. Vernon ließ die Vermutung laut werden, dass Zauberer von Arbeitslosenhilfe leben müssten. James erzählte von Gringotts und von dem Vermögen in reinem Gold, das seine Eltern dort deponiert hatten. Vernon wusste nicht so recht, ob James sich über ihn lustig machte, und wurde wütend. Der Abend endete damit, dass Vernon und Petunia aus dem Restaurant stürmten, während Lily in Tränen ausbrach und James (der sich ein wenig schämte) ihr versprach, die Sache mit Vernon bei nächster Gelegenheit in Ordnung zu bringen. Dazu kam es nie. Petunia wollte Lily nicht als Brautjungfer, weil sie es leid war, von ihr in den Schatten gestellt zu werden; Lily war verletzt. Beim Hochzeitsempfang weigerte sich Vernon, mit James zu sprechen, bezeichnete ihn jedoch in James‘ Hörweite als „eine Art Amateurzauberer“. Kaum verheiratet, wurde Petunia Vernon immer ähnlicher. Sie liebte ihr ordentliches, wuchtiges Haus Nummer vier im Ligusterweg.  Jetzt war sie sicher vor Gegenständen, die sich seltsam verhielten, vor Teekesseln, die plötzlich anfingen, Melodien zu pfeifen, wenn sie vorbeiging, oder vor langen Gesprächen über Dinge, die sie nicht verstand, mit Ausdrücken wie „Quidditch“ und „Verwandlung“. Sie und Vernon beschlossen, nicht zu Lilys und James‘ Hochzeit zu gehen. Die endgültig letzte Zuschrift, die sie von Lily und James erhielt, war die Geburtsanzeige Harrys, die Petunia nach einem verächtlichen Blick in den Papierkorb warf.                                                                                                                    

Obwohl Petunia zusammen mit einer Hexe aufwuchs, hat sie erstaunlich wenig Ahnung von Magie. Sie teilt mit Vernon die irrtümliche Vorstellung an, sie würden es irgendwie schaffen, Harry das Magische auszutreiben, und bei dem Versuch, die Briefe, die an Harrys elftem Geburtstag aus Hogwarts eintreffen, wegzuwerfen, fallen die beiden auf den alten Aberglauben zurück, dass Hexen kein Wasser überqueren können. Da Petunia in ihrer Kindheit oft gesehen hatte, wie Lily über Bäche hüpfte und über Trittsteine rannte, hätte sie nicht überrascht sein sollen, als Hagrid problemlos über das stürmische Meer zur Hütte auf dem Felsen gelangen konnte.

J.K. Rowlins Gedanken Bearbeiten

Vernon und Petunia hießen seit ihrer Erfindung so und durchliefen nie eine Reihe von Probenamen, wie es vielen anderen Figuren erging. „Vernon“ ist einfach ein Name, für den ich nie etwas übrig hatte. „Petunia“ nannte ich gerne unangenehme Frauenfiguren, wenn ich, als wir noch klein waren, beim Spielen mit meiner Schwester Di in Fantasierollen schlüpfte. Wo ich ihn herhatte, das wusste ich nie so genau, bis mir kürzlich ein Freund eine Reihe von Filmen zur Belehrung der Allgemeinheit vorspielte, wie sie in unserer Kindheit im Fernsehen gezeigt wurden (er sammelt solche Dinge und speichert sie auf seinem Laptop, um sie sich je nach Laune anzusehen). Einer davon war ein Zeichentrickfilm, in dem ein Ehepaar auf einer Klippe saß, ein Picknick genoss und dabei zusah, wie unten im Meer jemand ertrank (die Lehre des Films war: Nicht zurückwinken, sondern die Rettungsschwimmer rufen). Der Mann nannte seine Gattin Petunia, und ich fragte mich plötzlich, ob ich diesen höchst ungewöhnlichen Namen nicht hier aufgeschnappt hatte, weil ich nie jemanden mit Namen Petunia getroffen habe oder, soweit ich weiß, auch nur etwas gelesen habe, in dem eine Petunia vorkam. Das Unterbewusste ist schon etwas sehr Merkwürdiges. Die Petunia in dem Trickfilm war eine dicke, fröhliche Person, also scheine ich nichts weiter als ihren Namen übernommen zu haben.                                                                                                                                                                           

Der Nachname „Dursley“ stammt von der gleichnamigen Stadt in Gloucestershire, unweit meines Geburtsorts. Ich habe Dursley nie besucht und bin sicher, dass dort lauter nette Menschen wohnen. Es war der Klang des Wortes, der mich reizte, und nicht die Verbindung mit dem Ort.                                                                                                                                                           

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki